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Verhaltensorigineller Blog

Der Blog ist zwar verhaltensoriginell, aber keine Müllhalde für Indigos, Unerzogene, Impfgegner oder ähnliches. Wer nicht brav ist, der wird gesperrt!

10 Kommentare leave one →
  1. April 1, 2010 1:41 pm

    Hallo mein Lieber,

    weiter so!

    Grüße aus der manisch-kreativen (linker ASt im Stammbaum ADHS) Ecke..

    Hans

  2. April 19, 2010 4:17 pm

    Hallo, Herr „Einstein“, vielleicht finde ich hier ein paar Ratschläge, die ich dringend gebrauchen könnte. Ich glaube, hier was von Berlin gelesen zu haben. Seit -zig Jahren werde ich auf bipolar behandelt, mit dem absoluten Schwerpunkt auf manisch. Ich bin schon über 60, hätte es aber dennoch gern, wenn ich mit der richtigen Diagnose und den passenden Medikamenten behandelt werden würde. Alle privat gemachten Recherchen, Tests und sonstwas sprechen für ADHS. Mein Psychiater meint aber, dass das relativ egal wäre, ob ich Lithium oder das andere nehme – außerdem bezahlt die Kasse kein Ritalin o.ä. Mit Hartz IV bin ich nicht gerade erpicht, regelmäßig notwendige Medis selbst zu bezahlen.
    Alle Anläufe, in Berlin eine/n Praxis / Arzt zu finden für die Diagnostik blieb erfolglos oder die wollten für die Diagnose 240,00 € haben.
    Auf der Selbsthilfeseite bin ich auch nicht so richtig pfündig geworden.
    Ich wäre glücklich, erst mal eine Antwort von Ihnen zu bekommen.
    Meine Seite: http://150845.wordpress.com/ und meine Mail, die ja sicher übertragen wird (wahrscheinlich die Seite auch): chh1508@gmx.de
    Herzlichen Dank sagt Clara Himmelhoch

    • April 19, 2010 5:05 pm

      Ich werde noch mal genauer antworten, aber gerade bei der Vorgeschichte würde ich über eine stationäre Behandlung/Diagnostik nachdenken, es gibt 2 oder 3 Kliniken hier in D wo man ADHSler wirklich mit gutem Gewissen hinschicken (Interesse? Ich kann das raussuchen und verlinken.) kann. Gerade in Bezug auf Erwachsenen ADHS steht das alles noch etwas in Kinderschuhen.

      Zwischen Lithium und Ritalin besteht für mich ein riesen Unterschied, sowas sagt doch nur ein (sorry) Trottel!

      • April 19, 2010 6:12 pm

        Die Qualifikation für den Arzt unterschreibe ich teilweise – aber vielleicht hat er es auch anders gesagt. Doch ohne Lithium geht ja gleich gar nichts, da sind die Amplituden meterweit auseinander.
        Als ich bei meiner Kasse (HEK) ein wenig nachgebohrt habe, stellten die sich ziemlich stur. Deswegen könnte ich mir echt vorstellen, dass ein stationärer Aufenthalt sicher gar nicht bezahlt werden würde. Und ich kann ja schlecht auf „akut“ bei manisch-depressiv machen, mich dann aber nur in eine bestimmte Klinik einweisen lassen. Wo in Deutschland wären die denn? – Bei mir sind so wahnsinnig viel ungeklärte Sachen (ein Heilpraktiker hat mir mal einen Missbrauch im frühesten Kindesalter bescheinigt, aber über diese Brücke gehe ich nicht so recht), so dass ich endlich mal wissen möchte, ob da noch was zu retten und zu richten ist.- Vielleicht sollte ich die 240,00 Eus für die Diagnose bezahlen und 1 Jahr auf eigene Kosten Medikamente nehmen – wenn es dann besser ist, wäre das doch schon ein Schritt in die richtige Richtung!
        Danke für die schnelle Antwort und ich wäre dankbar für mehr Infos
        Clara Himmelhoch

      • April 20, 2010 4:41 am

        Also, ich kenne zwei Kliniken die für ADHS geeignet wäre: Zum einen Bad Bevensen http://www.klinik-lueneburger-heide.de/ dort ist Dr. Martin Winkler anzutreffen und das ist meines Wissens nach der Mann dafür hier in D. Dann noch Bad Bramstedt http://www.schoen-kliniken.de/ptp/kkh/bbr/faz/psychosomatik/. Was die Kosten angeht, das geht über die Krankenkasse per Klinikeinweisung, wenn der Arzt die schreibt, muss die Kasse zahlen! Die Anmeldebögen kann man sich bei beiden Kliniken zu schicken lassen und reicht man dann mit der Einweisung dort wieder ein. Wartezeit dürfte bei beiden nicht unter einem halben Jahr sein. Es gibt jedoch die Möglichkeit, das man sagt man könne innerhalb 24 Stunden da sein, wenn dann einer abspringt, kann es sein, dass es dann noch ganz schnell geht. (noch Fragen? Nur zu!)

        Zu der Sache Mit dem HP: Recht hast Du, über diese Brücke würde ich auch nicht gehen, lass die Finger von alternativen Heilern, damit machst Dus höchstens schlimmer!
        Du solltest allerdings nicht zu viele Hoffnungen in die Diagnose legen, die Komorbiditäten von ADHS sind sehr vielfältig und manchmal hat man halt auch Läuse und Flöhe. Ritalin ist auch kein Allheilmittel, setzt Du es ab, ist die Symptomatik wieder da. Lediglich bei Kindern vermutet man einen positiven Langzeiteffekt. Gibts bei Dir in Berlin keinen Arzt der sich auf ADHS im ERwachsenenalter spezialisiert hat? Kann ich mir gar nicht vorstellen!

        So und nun um Ordnung reinzubringen:
        1. Unterlagen von den Kliniken schicken lassen, klären was Du für die Aufnahme brauchst.
        2. Mit Doc drüber reden, Einweisung schreiben lassen, ihm die Unterlagen zeigen.
        3. Psychiater suchen der sich mit ADHS auskennt, und da auch einen Termin machen (die haben meist auch lange Wartezeiten!)

  3. April 20, 2010 9:33 am

    Danke erst einmal für die sehr ausführlichen Infos. – Ich habe heute früh bei der Charité angerufen – Die machen Studien mit Erwachsenen (aber vielleicht bin ich mit Jahrgang 45 schon dreifach erwachsen und das ist denen dann zu alt) und dann, wenn man drin ist in so einer Studie, geht es hin bis zur Medikamentenbetreuung.
    Wegen einer Klinikeinweisung werde ich mal mit meinem Psychiater sprechen, ob er die ausstellen würde.
    In Berlin wie gesagt bisher nur kostenpflichtigen (240,00 €), übervolle ohne Terminvergabe oder gar keine gefunden.
    Aber jetzt bin ich in der Spur – ich kümmere mich! Danke nochmals sagt Clara

  4. janko permalink
    Januar 26, 2011 4:24 am

    hallo verhaltensoriginell-

    der Kinderpsychiater empfiehlt für meinen Sohn Ritalin. Er hat scheinbar einen recht hohen IQ aber eine schlechte Konzentration, was ihm auf dem Gymnasium vermutlich zum Problem werden wird. Er sagte, wenn ich Bedenken habe, ihm Medikamente zu geben, dann geht es schließlich auch ohne, es kommt halt drauf an, was sie mit dem Kind wollen. Das klang in etwa so wie: wie schnell soll denn das Motorrad fahren? Wenn es nur langsam fahren soll (Realschule), brauchen sie kein Ritalin reinschütten, wenn es schneller fahren soll (Gymnasium) dann sollte man es mit diesem Ritalin-treibstoff versuchen. Das klingt recht hart, aber wahrscheinlich hat er es damit auf den Punkt gebracht, oder?
    Nun finde ich auf Ihrer Webseite zum Glück nicht nur die üblichen Verdammnisflüche auf Ritalin. Deshalb hoffe ich, das hier meine Frage vielleicht richtig ist. Die Frage, wie schnell das Motorrad denn fahren soll, ist ja schwer zu beantworten. Mich würde ja interessieren, bei welcher Schnelligkeit das Motorrad am glücklichsten ist.
    Wie ist es denn mit den positiven Zügen, die ADHS oft mit sich bringt (Kreativität etc.) ?
    Muss man davon ausgehen, dass die sich dann auch „normalisieren“?
    Als ehemaliges schrecklich zappeliges ADHS-Kind (damals hieß es noch cerebrale dysfunktion) kann ich gar nicht beurteilen, ob es mir heute besser gehen würde, wenn es damals schon Ritalin gegeben hätte. Als Künstlerin möchte ich mir nur ungern vorstellen, was passiert wäre, wenn man mich in dieser Hinsicht normalisiert hätte. Andererseits wäre ich sicher jetzt auch etwas glücklicher, wenn nicht jeder an mir herumkritisiert hätte … (was ich ja bei meinem Sohn nicht mache)
    Mir kommt Ritalin ja oder nein vor wie eine philosophische Grundsatzentscheidung und ich bin unsicher, ob ich damit richtig liege. Gibt es für diese Entscheidung noch bessere Kriterien, Argumente als die Motorradmetapher?

    Mit besten Grüßen
    Janko

  5. Januar 26, 2011 12:34 pm

    Hallo, eigentlich schreibe ich hier ja nicht mehr…

    <<<Er hat scheinbar einen recht hohen IQ aber eine schlechte Konzentration, was ihm auf dem Gymnasium vermutlich zum Problem werden wird.

    Nun ja, das ist vielleicht ein Hinweis auf ein ADHS, aber ist das denn auch diagnsotiziert worden? Nur Konzentrationsprobleme rechtfertigen nicht den Einsatz von Ritalin.

    <<<<Er sagte, wenn ich Bedenken habe, ihm Medikamente zu geben, dann geht es schließlich auch ohne, es kommt halt drauf an, was sie mit dem Kind wollen. Das klang in etwa so wie: wie schnell soll denn das Motorrad fahren? Wenn es nur langsam fahren soll (Realschule), brauchen sie kein Ritalin reinschütten, wenn es schneller fahren soll (Gymnasium) dann sollte man es mit diesem Ritalin-treibstoff versuchen. Das klingt recht hart, aber wahrscheinlich hat er es damit auf den Punkt gebracht, oder?<<<

    Ja und nein, zum einen haben wir die Verantwortung für unsere Kinder und wollen ihnen den bestmöglichen Start ins Leben ermöglichen. ADHS ist aber mehr als die Entscheidung zwischen zwei Schullaufbahnen, dies ist ein (zugegebener Maßen sehr wichtiger) Aspekt. ADHS macht sich ja nicht nur in der Schule und den Noten bemerkbar. Ist Ihr Kind den glücklich? Wie ist sein Selbstwert? Leidet er unter der momentanen Situation? Beantworten Sie diese Fragen einmal für sich alleine, mich hat das immer weiter gebracht und zur richtigen Entscheidung geführt!

    <<<Andererseits wäre ich sicher jetzt auch etwas glücklicher, wenn nicht jeder an mir herumkritisiert hätte … (was ich ja bei meinem Sohn nicht mache)<<<

    Ja, so ist das leider unsere Welt ist eben nicht für ADHSler gemacht, wir sind eben eine Minderheit, ich hier zu Hause hätte das Medikament zumindest beim Kleinen nicht benötigt, beim großen schon eher, aber die Umwelt kann mit unseren Kindern nicht umgehen, was sie letzten Endes unglücklich macht und uns dazu zwingt (meist medikamentös) einzugreifen.

    Auf der anderen Seite gibt es aber auch Aspekte wie Straßenverkehr ect. welche die Gabe von Medis einfach auch zwingend erforderlich machen kann. Mein großes Kind wäre wohl schon längst vom Auto überfahren worden, nähme er kein Ritalin.
    <<<<<Wie ist es denn mit den positiven Zügen, die ADHS oft mit sich bringt (Kreativität etc.) ?
    Muss man davon ausgehen, dass die sich dann auch „normalisieren“?<<<<

    Wenn auch gerne gegenteiliges behauptet wird, nein!! Ich habe vor allem bei meinem jüngsten nicht beobachtet, das sein Einfallsreichtum und seine Kreativität unter dem Medikament weniger geworden sind. Er ist aber in der Lage die normalen Aufgaben des Lebens nun adäquat zu bewältigen und seinem IQ entsprechende Leistungen zu erbringen.

    Ich wünsche Ihnen alles Gute und die richtige Entscheidung

  6. janko permalink
    Januar 26, 2011 7:39 pm

    Vielen Dank !!!
    Das war sehr aufschlussreich!

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