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Scientology mal Unerzogen

April 9, 2010

Mit der Unerzogen-Liste bei Yahoo hat sich Esowatch schon einmal beschäftigt, weil eine Mutter ihr Kind nackt auf einem Rad mitgenommen hat.

Ganz neu ist nun, das ein Mitglied dieser Liste versucht das „Konzept“ der Unerzogenen mit den Einstellung von Ron Hubbard, dem Sektengründer der Scientology-Kirche, unter einen Hut zu bringen:

Ich habe hier einen Auszug aus einem Text, der mich irgendwie an das erinnert,
was wir hier vertreten. Wir nutzen zwar nicht diesen Sprachgebrauch, aber
dennoch ist es nicht so abwegig.

Es soll von Hubberd sein, was die Scientology verwendet.

Jedes Gesetz, das auf das Verhalten von Männern und Frauen zutrifft, gilt für
Kinder.

Wie würde es Ihnen gefallen, herumgezogen, herumgezerrt und herumbefohlen zu
werden und bei allem, ganz gleich, was Sie tun wollten, eingeschränkt zu werden?
Sie würden es übelnehmen. Ein Kind nimmt es nur deshalb „nicht“ übel, weil es
klein ist. Sie würden jemanden halb umbringen, der Sie, einen Erwachsenen, mit
den Befehlen, dem Widerspruch und dem mangelnden Respekt behandeln würde, der
dem durchschnittlichen Kind zuteil wird. Das Kind schlägt nicht zurück, weil es
nicht groß genug ist. Statt dessen macht es Ihnen den Fußboden schmutzig,
unterbricht Ihr Mittagsschläfchen und stört den Hausfrieden. Hätte es die
gleichen Rechte wie Sie, würde es nicht diese „Rache“ heraufbeschwören. Diese
Art von „Rache“ ist das normale Verhalten des Kindes.

Selbstbestimmung ist jener Seinszustand, bei dem der Einzelne von seiner Umwelt
kontrolliert werden kann oder nicht – je nachdem, ob er das will oder nicht. In
diesem Zustand hat der Einzelne das Selbstvertrauen, dass er das materielle
Universum und andere Leute kontrollieren kann.

Ein Kind hat ein Recht auf seine Selbstbestimmung. Sie sagen: „Wenn es nicht
davon abgehalten wird, Dinge auf sich herunterzuziehen oder auf die Straße zu
laufen usw. usw., wird es sich verletzen.“ Was tun Sie als Erwachsener, dass Sie
dieses Kind in Zimmern oder einer Umgebung leben lassen, wo es verletzt werden
kann? Es ist Ihr Fehler, nicht der Fehler des Kindes, wenn es Dinge kaputtmacht.

Nach den ersten wirklich kritischen Stimmen in der Liste wird aber schon gleich beschwichtig:

Hallo liebe Liste,
nun nicht gleich panisch werden.Dieser Text ist nicht das Testament von
Scientologie, sondern eine ganz normale Aussage.Und nur weil
dabeisteht,daß es von Ron Hubberd geschrieben wurde, muß es nicht das
Böse schlecht hin sein. Es ist eine Info. Man kann es als wahr erkennen
oder sagen: Nein, so habe ich das nicht erlebt.
Aber Eure Reaktion ähnelt der Inquisition.
Ich nehme an, weil Ihr Euch entschieden habt den Medien zu glauben, was
sie über diese Sekte und Ron Hubberd sagen.

und so geht es weiter, es wird kräftig relativiert

Ich denke z.B. das, wenn gegen eine solchen Verein sturmgelaufen wird, sollten
erst mal die 1000 fachen Missbräuche und auch Tötungen in Kirche, Fremdbetreuung
und Schule aufgeklärt werden.

Nun bezieht Scientology seine Daseinsberechtigung also aus den Missbrauchsfällen der kath. Kirche. „Nicht schlimmer als…“ war aber schon immer ein schlechtes Argument! Das Scientology im Nachhilfegeschäft tätig ist um an seine Opfer heranzukommen ist auch nicht neu, hier wird sie nun sogar empfohlen:

das ich bei einer Nachhilfeseite etwas gefunden habe, was unerzogen aus meiner
Sicht sehr ähnelt und von Hubberd ist.

Wenn du dir den Link anschaust, weist du was ich meine.

http://www.lern-methode.de/nachhilfe-in-muenster/rebellen.php

(Anmerkung von mir: diese Seite IST von Scientology, das hat da aber, so scheint es, keiner kapiert)

Und immer so weiter, ein oder zwei Mitglieder haben sich wirklich gegen diese Aussagen gewehrt, hatten aber keine Chance. Da kamen dann solche Floskeln

vielleicht bist Du deshalb so beunruhigt, weil bei Dir negative
persönliche Erlebnisse wieder erinnert werden?

Dies erzeugt bei mir aber erneut den Eindruck, dass diese Liste etwas sektenähnliches hat. Unerzogen gibt es seit neuestem übrigens auch für Fortgeschrittene, aber darüber ein ander mal.

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38 Kommentare leave one →
  1. Elenor permalink
    April 9, 2010 7:08 am

    Das ist schon sehr befremdlich, wo Scientologie doch erst vor kurzem im Fernsehen heftig in der Kritik war. Ich habe diesen Film gesehen und fand ihn sehr realistisch.

    Ich bin selbst eine Aussteigerin und finde es schlimm, wenn diese Sekte so verharmlost wird!

  2. unerzogener permalink
    April 9, 2010 10:17 am

    nur weil wir tolerant sind, nicht jeden der anderer meinung ist angreifen und offen für alles sind, sind wir noch lange keine sekte!

  3. April 9, 2010 10:29 am

    Als Gründerin der unerzogen Mailingliste – eine Austauschplattform über gleichberechtigte Eltern-Kind-Beziehungen – möchte ich mich ausdrücklich von den Aussagen des Mitglieds „IrishFamily“ distanzieren, sowie auch von der hier zitierten Antwort („vielleicht bist Du deshalb so beunruhigt,…“), die ich ebenfalls daneben fand.

    Ich bin erschrocken über solche Vergleiche und blinde Relativierung. Die Aussage „Und immer so weiter, ein oder zwei Mitglieder haben sich wirklich gegen diese Aussagen gewehrt, hatten aber keine Chance.“ halte ich für maßlos übertrieben – von den meisten Mitgliedern wurde „IrishFamily“ gar nicht erst ernst genommen, weil er immer wieder für große Verwirrung sorgt. Keine Chance gegen IHN, ja, aber er ist eine kleine Minderheit, die immer wieder auf Kritik seitens der meisten Mitglieder dieser Liste trifft. Das Mitglied war schon wegen anderer Auffälligkeiten zeitweise auf Moderation (das heißt, seine Beiträge mussten erst freigegeben werden).

    In allen Interessengruppen gibt es Menschen mit konträren Meinungen. Darauf kann nicht auf alle geschlossen werden. Dass man diese Schwarzen Schafe nicht nicht überzeugen kann, ist normal. Im Zweifelsfall wird so jemand von Listen ausgeschlossen, sofern z.B. ein „Kleinkrieg“ oder Diskussionen „unter der Gürtellinie“ entstehen etc. Würde allerdings so jemand wie „IrishFamily“ oder egal wer, der eine konträre Meinung äußert, sofort ausgeschlossen, würde der Sektenvorwurf vermutlich lauter und schneller kommen 😉 Ich vertraue erst mal darauf, dass die allermeisten sich von den gut formulierten und ausführlichen Antworten überzeugen lassen. Was er im Übrigen wirklich mit diesem Zitat aussagen wollte, ist bis heute unklar, trotz mehrmaliger Nachfragen.

    Ähnlichkeiten zwischen einer – dieser – Mailingliste und einer Sekte kann ich nicht erkennen. Eine genaue Auflistung der Kriterien für eine Sekte habe ich nicht gefunden, da das Thema offenbar kontrovers ist. Bei Wikipedia stehen unter „Sekte“ einige der Kriterien, die wohl immer wieder als Vorwürfe gegen Sekten formuliert werden, die aber von anderen wiederum auch kritisch betrachtet werden:

    „Im Einzelnen drehen sich die Kontroversen häufig um mutmaßliche oder tatsächliche…

    – Einschränkungen der Religionsfreiheit religiöser Randgruppen, etwa durch Kritik ihrer Praktiken und juristische Zwangsmaßnahmen
    – Einschränkungen der religiösen Freiheit durch unterschiedliche Grade der gesetzlichen Anerkennung
    – Einschränkungen der Meinungsfreiheit von Gruppenmitgliedern
    – Einschränkungen der Bewegungsfreiheit von Gruppenmitgliedern
    – wirtschaftliche Ausbeutung der Mitglieder durch lange Arbeitszeiten und minimales Gehalt
    – sexuelle Ausbeutung oder Fälle von sexuellem Missbrauch von Kindern und Jugendlichen durch Gruppenmitglieder
    – Menschenrechtsverletzungen durch gruppeninterne, gerichtsähnliche Verfahren
    – Personenkulte um die Anführer der betreffenden Gruppe
    – Familienkonflikte, insbesondere bei Familien wo ein Elternteil die Gruppe verlassen hat und die Kinder in der Gruppe bleiben
    – Behinderung von Kindern beim Zugang zu Ausbildung, ärztlicher Versorgung und Familienangehörigen außerhalb der Gruppe“

    In der unerzogen Yahoo-Group wird darüber, ob und wie andere Menschen ob groß oder klein respektiert werden können/sollen. Es sollte meiner Meinung nach wohl selbstverständlich sein, dass man sein Gegenüber mindestens genauso behandelt, wie man gerne selbst behandelt werden möchte. Insofern kann just von „Einschränkungen“ nicht die Rede sein. Das Thema, über das die Listenmitglieder sich unterhalten, ist ja gerade, wie man mit anderen Menschen – ob groß oder klein – zusammen leben kann, _ohne_ sie (willkürlich) einzuschränken. Dass sich im Zusammenleben auf natürliche Weise Einschränkungen ergeben, ist selbstverständlich („Meine Freiheit endet da, wo deine beginnt“, z.B., oder auch einfach Einschränkungen durch Naturgesetze (physikalische z.B.) oder Öffnungszeiten, Gesetze etc.).

    So ist es unvorstellbar, dass irgendwelche Menschen, die gleichberechtigt mit Erwachsenen und Kindern leben wollen, und sich in der Mailingliste zum Zwecke des Austausches aufhalten – oder auch nicht -, irgendjemanden in seiner religiösen Freiheit einschränken wollen würden. In der Mailingliste wäre dieses Thema (Religion) allerdings ein Off-Topic, das kurz gehalten werden sollte, oder dann auf einer anderen Plattform oder privat weiter diskutiert werden sollte.

    Ebenso ist die Meinungsfreiheit nicht eingeschränkt – gerade in einer Mailingliste geht es ja um den Austausch von Meinungen. Trotzdem ist das natürlich nicht so einfach. Es macht aus einer Mailingliste mit ebendiesem Anspruch zu einer besonderen Herausforderung. Ich frage ehrlich und interessiert: Wie würden Sie mit einem solchen Listenmitglied umgehen? Am liebsten wäre mir persönlich eine Sperrung – aber was ist denn dann mit der Meinungsfreiheit? Ich finde das besonders schwer, als Moderatorin die richtige Entscheidung zu treffen. Deswegen beobachte ich solche Vorgänge erst mal. Und deswegen wurden in der neuen unerzogen Mailingliste Regeln festgelegt, die es den Moderatorinnen ermöglichen, Störer bei bestimmten Kriterien zu entfernen.

    Dass eine Mailingliste die „Bewegungsfreiheit“ der Nutzer einschränkt, ist unmöglich. „Wirtschaftliche Ausbeutung“ durch unterbezahlte Arbeit ebenso, es gibt noch nicht mal einen Verein oder Mitgliedsbeiträge. Genauso sind sexuelle Übergriffe nicht möglich, höchstens wäre sexuelle Belästigung via Mail/Chat oder ähnliches theoretisch möglich, da dürften aber die Opfer sehr gut selbstverantwortlich handeln und sich wehren können. Etwaige Äußerungen würden in der Mailingliste sofort unterbunden und der User gelöscht und verbannt.

    Menschenrechtsverletzungen mit oder ohne „gerichtsähnliche Verfahren“ finden genauso wie Personenkult nicht statt. Die Mailingliste stiftet außerdem weder Familienkonflikte an, noch dazu, „Kindern beim Zugang zu Ausbildung, ärztlicher Versorgung und Familienangehörigen außerhalb der Gruppe“ zu behindern.

    Letzteres dürfte kritisch gesehen werden, weil hier von vielen Bildungsfreiheit gewünscht wird, im Sinne von der Freiheit des Kindes und/oder der Eltern, die für sie passende Bildung selbst wählen zu können, was just in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern sehr eingeschränkt ist (also die Wahlmöglichkeiten). Allerdings ist es sowohl den Gründerinnen der Liste, als auch der Liste, als auch einzelnen Mitgliedern unmöglich, allein durch Text via Internet andere anzustiften, zu zwingen oder sonst irgendwie zu manipulieren, ihre Kinder nicht in eine Bildungseinrichtung zu geben.

    Es findet Austausch über Möglichkeiten statt, und sofern es mir bekannt ist, sind alle Kinder derjenigen Listen-User, die Eltern sind, in Schulen bzw. werden laut Gesetzeslage ihres jeweiligen Aufenthaltsortes gebildet (einige wenige sind nicht aus Deutschland). Auch das Kind mit den kariösen Zähnen, das vor geraumer Zeit eine haarsträubende Diskussion hervor brachte, ob „Zähne und Beine nachwachsen könnten“ – ist laut meinen Informationen behandelt worden, genau wie jedem anderen Kind ärztliche Versorgung nicht verwehrt wird.

    Wie gesagt, in jeder Mailingliste, in allen Interessengruppen, Vereinen, Parteien, Schulgemeinschaften, Hausgemeinschaften, Gruppen, Familien etc. gibt es immer mal jemanden, mit einer konträren Meinung oder aus Sicht der Mehrheit äußerst seltsamen Überzeugungen – nachwachsende Beine oder Zähne z.B. Daraus auf alle Nutzer der Mailingliste zu schließen, und daraus dann einen Sektenvorwurf abzuleiten, während kein einziges der gängigen Kriterien, die eine „Sekte“ ausmachen, finde ich unfair, wundert mich aber nicht wirklich.

    Wir jedenfalls, die Co-Gründerin Anuschka und ich jedenfalls, distanzieren uns ausdrücklich von der Aussage, es gäbe Ähnlichkeit zwischen Scientology und unerzogen, sowie im Übrigen auch von den „nachwachsenden Zähnen“ etc. Danke für die Gelegenheit, uns dazu äußern zu können.

  4. April 9, 2010 10:47 am

    Schön, dass ihr Euch davon distanziert, jedoch ist Eure Liste eine regelrechte Plattform für solchen Unsinn, sogar Dr. Hamer wurde hochgelobt (Soll ich die Mails raussuchen lassen?). Es fällt auf, dass ausgerechnet bei den „Unerzogenen“ viele das Leben der Kinder gefährdende Sachen rundgereicht werden. Und bei aller Liebe, wenn jemand einen Scientologyvergleich zieht, würde jeder einen größeren Sturm der Entrüstung erwarten als vielleicht mal ein oder zwei Schreiber….

    Eure Liste ist eine regelrechte Brutstätte für kindergefährdendes Material

    • Marlene permalink
      April 9, 2010 10:35 pm

      @verhaltensorginell:

      Und die erzieherischen Medien sind nicht kindergefährdend?

  5. April 9, 2010 11:32 am

    Zitat:
    „Schön, dass ihr Euch davon distanziert, jedoch ist Eure Liste eine regelrechte Plattform für solchen Unsinn, sogar Dr. Hamer wurde hochgelobt (Soll ich die Mails raussuchen lassen?)“

    Du kannst dich an den Diskussionen in der Liste beteiligen. Damit wäre mir zumindest geholfen. Logischerweise ziehen diese Ideen „Geschädigte“ und „Spinner“ an, aber gegen die muss sachlich-argumentativ AUF der Liste vorgegangen werden. Ein verzerrtes, polemisches Darstellen auf dieser Seite nützt uns als Liste gar nichts, höchstens dir, weil du so mehr Leser bekommst. Ich habe auf „irish family“ nicht reagiert, weil ich aus Prinzip auf keine seiner Posts reagiere. Wenn es der Sache dienlich ist, kann ich dir hiermit für mich konstatieren: ich distanziere mich ebenfalls von der Aussage, es gäbe eine Ähnlichkeit zwischen Scientology und unerzogen (von den nachwachsenden Zähnen und Beinen brauchen wir gar nicht erst zu reden). Und weil ich auf der Liste meiner Entrüstung nicht stürmisch Ausdruck verliehen habe – was wie gesagt am Prinzip liegt, irish family und seinen Mist zu ignorieren, – so tue ich das hier und jetzt. Danke für die Möglichkeit.

    Vicky

  6. April 9, 2010 11:54 am

    Vicky, das ist doch nur eines von vielen Beispielen, aber bitte, wenn ihr das so wollt, werde ich das mal noch mit dem Hamerbeispiel die Tage belegen! Polemik, ist nun wirklich keine in diesem Artikel, ihr interpretiert da was zu Eurer Verteidigung rein. Eure Liste „besser“ bzw. erträglicher zu machen ist nicht meine Aufgabe, dafür sind die Moderatoren verantwortlich, die, sollten solche unerträglichen Mails kommen, für Aufklärung und adäquate Informationsquellen sorgen! Kriegen sie offensichtlich nicht gebacken!

  7. April 9, 2010 2:31 pm

    So richtig schick fand ich an den Zitaten aus dem Forum, dass der Hubbard-Fan seinen Guru „Hubberd“ nennt.
    Abgesehen natürlich davon, dass Scientology bekanntlich auf Drill in jeglicher Hinsicht beruht.
    Da könnte man auch gleich behaupten, Kirche sei hierarchiefrei oder dass Eisbären Pinguine essen.

  8. April 9, 2010 4:51 pm

    Die sind doch zwanghaft tolerant in dieser Liste.

    <<<<Ich für meinen Teil kann Stephans Gedanken nachvollziehen. Als die Sendung Hart
    aber Fair lief kam von Beckstein der Kommentar, dass es sich um ein totalitäres
    System bei Scientologie handle. Natürlich gibt es dafür keine Beweise, aber wir
    wissen doch alle was los ist. Wissen wir das?

    Und was schließen wir daraus? Damit unerzogen eine gute PR hat sollten wir eine
    Liste der absoluten NoGos machen? Eine Liste an Problemen, die wir besser nicht
    ansprechen, weil dass am Selbstverständniss einiger Leute kratzen könnte? Oder
    wollen wir hier in Zukunft eine vorausgreifende individuelle Selbstzensur
    betreiben, damit sich keiner der Gefahr aussetzen muss schlechte PR für
    unerzogen zu "schaffen"?
    <<<<<

  9. Nicki permalink
    April 9, 2010 7:48 pm

    Zitat: „Und bei aller Liebe, wenn jemand einen Scientologyvergleich zieht, würde jeder einen größeren Sturm der Entrüstung erwarten als vielleicht mal ein oder zwei Schreiber….“

    Einen Sturm der Entrüstung würde ICH da erwarten, wo ein wunder Punkt, eine verheimlichte Wahrheit angepiekt wurde.

    Wenn mich einer als Nazi beschimpfen würde – oder eben als Scientologen – dann schau ich etwas sparsam, schüttle mitleidig den Kopf und wende mich interessanteren Menschen zu.

    NATÜRLICH muss Scientology positive Dinge in der Werbung anbieten, mit der puren Wahrheit wird nicht mal Waschmittel verkauft.
    De Unterschied ist, dass bei UNERZOGEN genau das drin ist, was drauf steht, und doch für jeden ein bisschen anders aussieht. Keine Gleichmacherei, und kein Beschiss. Darum ist der Vergleich einfach albern.

  10. April 9, 2010 8:40 pm

    <<<Der Unterschied ist, dass bei UNERZOGEN genau das drin ist, was drauf steht,

    STIMMT!

    Ihr lasst immer wieder kindergefährdenden Unsinn unkommentiert stehen, bzw. wer was dagegen sagt wird schnell zurückgepfiffen, weil das ja nicht "tolerant" ist

    • eine Interessierte permalink
      April 10, 2010 2:00 pm

      Hallo verhaltensoriginell,

      warum liest DU eigentlich auf der unerzogen-Liste mit? Interessiert dich die Idee des unerzogen-Konzepts? Willst du spannende und deiner Meinung nach kindesgefährdende Zitate posten, um deinen Blog interessant zu machen oder den allgemeinen Beifall der „normalen“ Menschen zu erhalten? Oder bist du gar selbst einer dieser kindeswohlgefährdenden Menschen?

      Warte gespannt auf deine Antwort.

  11. Jan Nolte permalink
    April 9, 2010 9:31 pm

    Krass, was für Paradoxien! Du bezeichnest eine Gruppe als Sekte, die die Meinungsfreiheit hoch hält (Sekten (wie Scientology) machen i.d.R. das Gegenteil). Und du unterstellst ihr kindergefährdenden Unsinn zu verbreiten, aber sprichst dich selbst dafür aus Kindern fragwürdige Medikamente zu verabreichen. Ich glaube, Du führst die Unterdrückung fort (bei dir selbst und anderen), die du selbst als Kind erfahren musstest. Das würde jedenfalls das Paradoxe in deinem Denken erklären.

    • paradox permalink
      April 11, 2010 11:19 am

      In den Verdacht der Scientology-Nähe bringt die Liste „unerzogen“ sich selbst durch die breite Akzeptanz von Beiträgen wie von Stephan. Sie bereitet Extremisten den Boden.
      Und in psychiatrischen Ferndiagnosen für Skeptische hat Stephan sich ja auch schon versucht…

  12. Marlene permalink
    April 9, 2010 10:32 pm

    Ich habe – so wie der Rest der unerzogen-Liste – mit Scientology absolut nichts am Hut.
    Ich gehöre noch nicht einmal einer anerkannten christlichen Institution an.
    Es ist in meinen Augen bedauerlich, dass hier anscheinend nur Beispiele aus der Liste zitiert werden, die Erziehenden negativ ins Auge springen.

    Schade, dass der Blogger sehr selektiv zu lesen scheint.

  13. April 10, 2010 3:26 pm

    1. WO steht hier dass ich dafür bin Kindern fragwürdige Medikamente zu geben?

    2. Gibts bei Euch leider nicht viel positives in Sachen Kindererziehung, aber da kann sich ja jeder selbst ein Bild davon machen.

    3. Die getroffenen Hunde bellen

    • eine Interessierte permalink
      April 11, 2010 10:26 am

      Hall0 verhaltensoriginell,

      ich warte immernoch auf die Antwort auf meine Fragen. Warum liest du auf dieser unerzogen-Liste mit, wenn du deren Aussagen total daneben findest und postest deren Aussagen, wo die Liste doch anscheinend nichts mit deinem Blogthema ADHS zu tun hat?
      Oder hat sie doch? Ich würde wirklich gern deine Motivation verstehen.

      Und: warum löschst du ernst gemeinte Fragen und Vorschläge aus den Kommentaren?
      Da muss ich unweigerlich an Zensur denken, das, was Scientology ja auch angekreidet wird…

      • paradox permalink
        April 11, 2010 11:22 am

        Falls du deine Fragen von gestern meinst: Die sind doch noch da…
        (Und ihr glaubt doch nicht wirklich, die unerzogen-Liste sei unzensiert…?)

      • April 11, 2010 12:16 pm

        Weil ich auch ein RL habe, nicht immer Zeit habe und man Eure Beiträge nicht unkommentiert stehen lassen kann….

      • eine Interessierte permalink
        April 11, 2010 1:43 pm

        Hallo Paradox und verhaltensoriginell,

        nein, mein zweiter Beitrag von gestern und die beiden Beiträge von Nicki wurden gelöscht.
        Warum kann man meinen Beitrag und den von Nicki nicht unkommentiert stehen lassen? Und warum bekomme ich immer noch keine Antwort auf meine Fragen?

  14. April 11, 2010 1:51 pm

    Weil ich nur auf das antworte auf das ich antworten will

    • paradox permalink
      April 11, 2010 3:13 pm

      @verhaltensoriginell: *LOL*
      Wärst Du ein Kind von „Unerzogenen“:
      Deine Eltern wären jetzt sehr, sehr stolz auf Dich! 😉

      • April 11, 2010 5:28 pm

        😀 tja, wie man in den Wald hineinruft.

        Was ich nicht verstehe, wenn das wirklich alles nicht so ist, wie ich es hier darstelle, warum regen die sich so auf? Kann sich doch jeder in der Liste anmelden und davon überzeugen…..

  15. Sozpaed permalink
    April 11, 2010 5:32 pm

    http://www.jugendaemter.com/kontakt_ueber_uns/
    http://www.bag-jugendschutz.de/
    http://www.bmfsfj.de
    http://www.vzbv.de

    http://www.jugendschutz.net/hotline/index.html

    Dort kann man diese Sorten melden! Ich denke, ich werde mir mal die Arbeit machen.
    Ich finde es toll dass Du sowas öffentlich machst! Danke!

  16. Layla permalink
    April 12, 2010 12:55 am

    OH-oh „verhaltensoginell“,

    deine Antworten sind so unorginell, alles nur Unterstellungen, Verdrehungen, bewußte Fehlinterpretationen.
    Du agierst aus dem Hinterhalt, traust Dich nicht Deinen Namen preiszugeben, hast kein Impressum. Courage sieht anders aus. Keine Fakten, nur Inkompetenz, Unseriösität und Einseitigkeit zeichnen Deine Seite aus. Machst einen auf Internet-Aufseher mit Drohungen zu denunzieren.
    Lern erstmal Dir auf faire positive Weise Aufmerksamkeit zu verschaffen, dann mußt Du nicht mehr kompensieren. Wer soll Dich so noch ernst nehmen?

  17. April 12, 2010 5:39 am

    Und wenn „wir“ nicht kriegen was „wir“ wollen stampfen „wir“ feste und trotzig mit dem Fuss auf, wie ein 2 jähriges….

    Wie gesagt, es kann sich doch jeder selbst ein Bild in Eurer Liste machen.

    Eines möchte ich an dieser Stelle noch gesagt haben, ihr seid so davon überzeugt, das gerade für ADHSler Euer Nichterziehungskonzept so toll sei. Nein eben nicht, die treibt ihr damit in den Ruin, weil ihnen genau das fehlt was sie brauchen. Regeln, Struktur und Grenzen die Sicherheit geben. Bei Euch fehlt solchen Kindern die Orientierung, was fatal ist, sie fühlen sich alleine gelassen.

    • Marlene permalink
      April 20, 2010 10:59 am

      Oh ja…Nicht-Verhaltensoriginell..

      Deshalb gab es auch nur Stress zwischen Ex und Tochter, weil der – wie ein sturer Kopp – auf seine Regeln sowie Grenzen setzen gepocht hat *augenroll*

      • April 20, 2010 11:05 am

        Klar gibt es erst mal Stress, wenn ein Kind das immer tun und lassen konnte was es wollte einmal Grenzen aufgezeigt bekommt. Da muss ein Kind sich ja erst mal neu orientieren und austesten, was geht und was nicht…. in der Tat *AUGENROLL*

    • April 20, 2010 9:46 pm

      Vielleicht sind wir überzeugt, weil es Studien gibt?

  18. paradox permalink
    April 12, 2010 10:37 am

    Aktuelles Zitat aus der „unerzogen“-Liste:
    „diese Esowatch/ADHS-Ecke sind Leute, die zwanghaft intolerant sind gegen alles was sie nicht verstehen und jeden der ihnen ihre Drogen wegnehmen will.“
    (Das schrieb „1000Sunny“ – und noch vieles mehr. Das erste Listenmitglied hat sich auch schon artig und wohlerzogen für diesen Beitrag bedankt.)
    So viel zum Thema Toleranz…
    Schade, ich wollte mich dort mal umgucken in der Hoffnung auf einen konstruktiven Dialog, aber so brauche ich es wohl gar nicht erst zu versuchen. 😦

  19. Layla permalink
    April 12, 2010 11:57 am

    Daß Du keinen Dialog willst, hast Du bereits hinreichend unter Beweis gestellt. Und Umgucken tust Du Dich ja schon längst sehr interessiert auf dieser Liste. Wer hier Trotz an den Tag legt, erschließt sich in Deinem Kommmentar deutlich.

  20. April 12, 2010 12:06 pm

    <Daß Du keinen Dialog willst, hast Du bereits hinreichend unter Beweis gestellt

    Wo?

    <Und Umgucken tust Du Dich ja schon längst sehr interessiert auf dieser Liste

  21. Jan Nolte permalink
    April 12, 2010 7:58 pm

    „Regeln, Struktur und Grenzen die Sicherheit geben.“

    Zuwendung, Geborgenheit und Schutz sind die Dinge die Sicherheit geben. Und das sind die Dinge, die Kindern von anti-autoritären Eltern meist fehlen. Diese Eltern wollen ihren Kindern die Unterdrückung die sie selbst von ihren autoritären Eltern erfahren haben ersparen.
    Dabei vergessen sie leider, dass ihre Kinder auch Zuwendung, Geborgenheit und Schutz benötigen. Denn sie selbst haben diese Dinge von ihren autoritären Eltern nie bekommen oder sie haben es als Mittel sie zu manipulieren erfahren und empfinden es daher als etwas negatives, das sie nicht an ihre Kinder weitergeben wollen. Und was man nicht selbst bekommen hat, kann man sowieso nur sehr schwer selbst weitergeben.
    So weit ich das sehen kann (bin selbst nicht in der Liste – kenne nur Unerzogen.de) unterscheiden sich die Eltern, die nach dem Unerzogen-Prinzip ihre Kinder behandeln, von den anti-autoritären Eltern besonders darin, dass sie ihren Kindern Zuwendung, Geborgenheit und Schutz bieten, ohne sie dabei zu unterdrücken. Und sie unterscheiden sich darin, dass sie Grenzen setzen. Aber sie setzen ihre eigenen Grenzen und verletzen nicht die Grenzen der Kinder. Das bedeutet , dass sie es einerseits nicht zulassen, wenn ihr Kind sie z.B. brutal an den Haaren zieht (ihre Grenze). Auf der anderen Seite zwingen sie ihre Kinder zu nichts das sie nicht tun wollen (Grenze des Kindes).
    Um das aber gut umsetzen zu können, muss man sich mit seiner eigenen Kindheit auseinandersetzen. Man muss erkennen wo und auf welche Weise man selbst unterdrückt, manipuliert und vernachlässigt wurde, damit man diese Fehler nicht wiederholt. Und selbst dann kann es schwierig werden, weil man die eigene „Programmierung“ nicht so einfach los wird.
    Aber die meisten dieser Eltern versuchen es wenigstens und reflektieren permanent ihr Verhalten, statt sich einfach ihrer Programmierung zu ergeben. Diese hier angeprangerten „schwarzen Schafe“ aus der Liste, haben schlicht nicht verstanden worum es geht. Sie werfen – so wie ihr hier – anti-autoritäre Denkansätze mit dem Unerzogen-Denkansatz durcheinander bzw. setzen sie gleich.
    Die Mutter die die Zähne ihrer Tochter vergammeln lässt, hat es versäumt das Vertrauen ihres Kindes, durch Zuwendung, Geborgenheit und Schutz zu erhalten. Deshalb schafft sie es auch nicht (ohne Grenzen zu verletzen) ihrem Kind zu vermitteln, warum Zähne putzen (bzw. eine Zahnbehandlung) notwendig ist.
    Diese Mutter macht es sich einfach. Genau so einfach wie Eltern, die die Grenzen ihrer Kinder verletzen, in dem sie ihnen Regeln, Struktur und Grenzen aufzwingen. Beide Wege sind schön bequem. Sie sparen Zeit, Nerven und Gehirnschmalz. Aber beide Schaden dem Kind grundlegend.

    Jedenfalls: Regeln, Struktur und Grenzen schaffen keine Sicherheit. Sie sind lediglich ein schlechter Ersatz für das Fehlen von Zuwendung, Geborgenheit und Schutz. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass so manche anti-autoritär erzogenen Erwachsenen nach diesen alten Werten streben (in Kulturzeit wurde beispielsweise von Geschwistern berichtet, die sich den strengen Regeln des Islams unterworfen haben, weil sie in ihrer anti-autoritären Erziehung keine Sicherheit erfahren haben). Diese Eltern werden ihren Kindern und Kindeskinder diese Werte wiederum aufzwingen bis eine der nachfolgenden Generationen sich wieder davon befreien will (wie die 68er). So schließt sich der Kreislauf und alles beginnt von Neuem. Der Unerzogen-Ansatz hingegen ist ein Weg aus diesem Kreislauf auszubrechen.

  22. April 13, 2010 5:46 am

    <<Zuwendung, Geborgenheit und Schutz sind die Dinge die Sicherheit geben.

    Alleine schon, dass "Ihr" etwas, das selbstverständlich ist so hervorheben müsst stimmt mich sehr nachdenklich.
    Die Liebe zum Kind und der Wunsch ihm Zuwendung, Schutz und Geborgenheit zu geben sind doch in der Regel schon da, bevor man es das erste Mal im Arm halten kann. Genau so sollte es auch außer Frage stehen, dass das Kind weiß, egal was es tut oder anstellt, dass ihm die Liebe der Eltern bzw. der Bezugsperson gewiss ist!

    In der Regel ist es auch nicht so, wie Du beschreibst, sondern dass man die Strukturen (egal ob gute oder schlechte) die man vom Elternhaus mit sich trägt, unbewusst in die Erziehung seiner Kinder mit einfließen. Man ertappt sich immer wieder dabei wie, gerade bei Dingen die man nicht als positiv empfunden hat (und die hat wohl jeder), diese drohen durchzubrechen.

    Dem Kind nicht nur eigene Grenzen aufzuzeigen sondern auch andere hat wenig mit Unterdrückung zu tun, im Gegensatz zu den "unerzogenen" bin ich nämlich der Meinung, dass Kinder nicht immer wissen was gut für sie ist. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und das Lernen nach Versuch und Irrtum ist nicht überall im Leben anwendbar (Straßenverkehr, Steckdose usw.). Zudem kommt genau bei ADHSlern ins Spiel, dass diese den Irrtum öfter benötigen um daraus zu lernen (durch Imulsivität ect.). Was dem Selbstbewusstsein schon mal schaden kann! Sinnvoll ist es allerdings immer die Grenzen und Regeln nach ihrem Sinn zu hinterfragen, mit einem Wust von Grenzen und Regeln wird nämlich keiner froh und es geht gerade nicht um Unterdrückung, ich sehe das Kind allerdings auch nicht wie die "unerzogenen" als gleichwertig, es braucht jemanden der vorangeht und an dem es lernen kann, das hat aber nichts mit Geringschätzung zu tun.

    Und mit Verlaub, einfach macht es sich wohl kaum ein Elter heut zu tage, das ist eine böse Unterstellung, ganz im Gegenteil, die meisten machen es sich viel zu schwer, weil die Erziehung der Kinder viel zu viel verkopft und man sich viel zu viele Gedanken macht. Wenn es nach mir ginge müssten alle Erziehungsratgeber oder Bücher über Erziehung verboten werden!

    Nebenbei bemerkt, bevor hier seltsame Gerüchte aufkommen, ich bin kein Kind antiautoritärer Erziehung….

  23. April 13, 2010 9:17 pm

    Zitat:
    Wenn es nach mir ginge müssten alle Erziehungsratgeber oder Bücher über Erziehung verboten werden!

    Eh mensch, verhaltensoriginell, wer hätte gedacht, dass wir noch mal zueinander kommen 🙂
    Mit Verboten hab ich es ja nicht so, aber ein allgemeines, allumgreifendes Ignorieren würde diesen Blödsinn schon eindämmen.

    Und jetzt schreite ich voran… beispielgebend ins Bett. Ach, huch, na so ein Mist. Will ich mal ein gutes Vorbild sein, liegen die Plagen schon schlafend im Bett. 😉

    LG
    Vicky

  24. Jan Nolte permalink
    April 14, 2010 7:40 am

    Dass Eltern ihre Kinder automatisch lieben ist eine Idealisierung, die nichts mit der Realität zu tun hat. Und die Liebe zu einem Kind allein ist keine Garantie dafür, dass das Kind gut behandelt wird. Selbst Eltern die ihre Kinder schlagen oder sexuell mißhandeln behaupten zuweilen ihre Kinder zu lieben (meist sind das zwar nur Lippenbekenntnisse, aber nicht immer).

    Es gibt viele Eltern die sich Gedanken machen, ja. Die 68er haben das Bewußtsein dafür geschaffen. Aber bei den wenigsten wird das wirklich konsequent gemacht. Die meisten folgen lieber dem „Mainstream“ um auf Nummer sicher zu gehen und nicht anzuecken. So müssen sie keine Angst vor möglichen Konsequenzen haben. Das haben sie in ihrer Erziehung so gelernt.
    Es gibt aber genau so viele Eltern die sich keinerlei ernsthafte Gedanken machen. Für die Kinder Statussymbole sind oder die nur ihrer biologischen Uhr nachgehen nachgeben oder schlicht zu dumm oder zu faul sind Verhütungsmittel zu benutzen… diese Liste ist lang. Und ob diese Eltern ihre Kinder lieben muss man im Einzelfall betrachten, aber biologisch garantiert ist es bestimmt nicht.

    Wenn die Grenzen eines Kindes nicht verletzt werden, es Zuwendung und Geborgenheit erhält, hat es Vertrauen und folgt den Weisungen der Eltern, wenn diese vor den Gefahren von Steckdosen und Strassenverkehr warnen, ohne gemassregelt werden zu müssen. Denn dann weiß es, dass es zu seinem Schutz ist. Erst wenn dieses Vertrauen durch Grenzverletzungen (z.B. durch Erziehungsmaßnahmen) seitens der Eltern zerstört wird, kann das Kind nicht mehr unterscheiden, ob die Warnung tatsächlich seinem Schutz dient oder doch nur seiner Unterdrückung, gegen die es zu rebellieren gilt.

    Nicht gleichwertig? Du empfindest dich also als wertvoller als dein Kind? Was hat Gleichwertigkeit damit zu tun, dass die andere Person in der Beziehung in manchen Dingen unerfahren ist? In Beziehungen zwischen Erwachsenen ist es doch auch üblich, dass der eine die Dinge in die Hand nimmt, bei denen er kompetenter ist als der andere. Trotzdem ist man doch deswegen nicht ungleichwertig.
    Wer behauptet, dass die Unerzogenen-Eltern nicht vorran gehen? Sie zwingen sich ihren Kindern nur nicht auf. Kinder wollen lernen, sie fragen ständig nach Anleitung. In den meisten Fällen in denen sie Grenzen anderer verletzen, machen sie es aus Unwissenheit, da genügt es sie aufzuklären oder sie – wie im Falle der Steckdose – abzuhalten. Das hat aber noch lange nichts mit Erziehung zu tun.

  25. April 15, 2010 10:25 am

    Dass Eltern ihre Kinder automatisch lieben ist eine Idealisierung, die nichts mit der Realität zu tun hat.

    Alleine evolutionsbedingt ist das schon so! Ausserdem schrieb ich in der Regel, Ausnahmen gibt es immer…

    Selbst Eltern die ihre Kinder schlagen oder sexuell mißhandeln behaupten zuweilen ihre Kinder zu lieben (meist sind das zwar nur Lippenbekenntnisse, aber nicht immer).

    Misshandlung und Missbrauch sind ja wohl kaum das Normale und darum geht es hier auch gar nicht (Ablenkungsmanöver).

    Wenn die Grenzen eines Kindes nicht verletzt werden, es Zuwendung und Geborgenheit erhält, hat es Vertrauen und folgt den Weisungen der Eltern, wenn diese vor den Gefahren von Steckdosen und Strassenverkehr warnen, ohne gemassregelt werden zu müssen.

    In welcher Welt leben Sie denn? Es gibt Kinder bei denen es genügt, verbal zu warnen. Die Regel, ist das nicht (weil Kinder von Natur aus Neugierig sind und eigentlich als im wahrsten Sinne des Wortes erfahren wollen). Zuwendung und Geborgenheit sind kein Garant dafür, das ein Kind den Weisungen der Eltern folgt, davon auszugehen ist naiv! Ich zumindest lasse mein Kind nicht offenen Auges ins Unheil laufen, weil ich davon ausgehe es weiß schon was gut für es ist. Ein Zahnarztbesuch, oder eine Impfung muss sein, da diskutiere ich nicht. Das Kind weiß was passiert und warum, aber Diskussionen gibt es keine!

    Nicht gleichwertig? Du empfindest dich also als wertvoller als dein Kind?

    Schade, dass Sie sich hier solch einem Niveau bedienen müssen :(, dass sind Wortdrehereien und Sie wissen ganz genau dass ich das Wort „Gleichwertig“ nicht auf den Wert als Menschen bezog, sondern das ich dieses Wort Bezug nehmend auf Erfahrung und Wissen verwendet habe.

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