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Passend zu Ostern!

April 4, 2010

Vorsicht Ironie (oder auch nicht?):

Hier rät Wolfgang Bergmann, in der Berliner Morgenpost, sich bei der Erziehung von Kindern an Jesus und der Bibel zu orientieren. Hat der die Bibel wirklich gelesen?

7 Und sie führten das Heer wider die Midianiter, wie der Herr dem Mose geboten hatte, und erwürgten alles, was männlich war. […]
9 Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der der Midianiter und ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Güter raubten sie,
10 und verbrannten mit Feuer alle ihre Städte ihrer Wohnung und alle Zeltdörfer. […]
15 Warum habt ihr die Weiber leben lassen? […]
17 So tötet nun alles, was männlich ist unter den Kindern, und alle Frauen, die nicht mehr Jungfrauen sind;
18 aber alle Mädchen, die unberührt sind, die laßt für euch leben. – 4. Mos 31,7-18

Aber wenn wir genau hinschauen, waren Herrn Bergmann die Männer der katholischen Kirsche schon einen Schritt voraus?

Aus dem Interview von Herrn Bergmann:

Verwöhnte Kinder werden einsam, manche werden depressiv oder haben ADHS. Wenn diesen Kindern immer gesagt wird, du bist ganz toll oder du musst ganz toll sein, bekommen sie Angst vor der Realität. Jede Aufführung, jede Mathearbeit kann sie ja überführen, dass sie gar nicht so toll sind.

Damit disqualifiziert er sich selbst, wie in fast jeder seiner Aussagen, ADHS ist als aller erstes ein neurobiologisches Problem, die Kinder haben in der Regel ein enormes Selbstwertproblem durch die vielen negativen Erlebnisse. Im Hinblick darauf kriege ich bei solchen Aussagen echt Bauchschmerzen!

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13 Kommentare leave one →
  1. April 4, 2010 9:31 am

    Jesu Zeugung

    Ich glaub, man hat schon lang endeckt,

    Maria war stets unbefleckt:

    „Sie war ganz ohne Sünde,

    was ich hiermit verkünde.“

    Papst Pius IX., Bulle vom 8.12.1854

    Das Fest der Unbefleckten Empfängnis wurde 1476 von Papst Sixtus IV. eingeführt: Maria sei ohne Erbsünde geboren worden. Nebenbei:

    Sixtus ernannte 34 Kardinäle, betrieb ein Bordell, koitierte mit seiner Schwester und seinen Kindern, segnete die Spanische Inquisition ab.

    http://www.reimbibel.de/jesus-christus/jungfrau-maria-josef-jungfrauengeburt-almah-bethula-auserwaehlt.htm

  2. April 4, 2010 9:59 am

    Besser als die Bibel ist erfahrungsgemäß eine Bedienungsanleitung („Herzlichen Glückwunsch, dass Sie dieses Gerät bla bla bla ….“) für den Gartengrill geeignet, um sich in der Kindererziehung zu orientieren. Es steht einfach nicht so viel menschenverachtende und halluzinierte Scheiße drin.

    Auch zur Orientierung in der Erwachsenenbildung scheint die Bibel nicht geeignet zu sein, wenn sie Leute wie Herrn Bergmann produziert, die ADHS für ein Problem verwöhnter Kinder halten. Eigentlich wäre es ja einfach, sich zu informieren, anschließend nachzudenken, und dann erst zu publizieren. Aber die Orientierung an Jesus und der Bibel tradiert offenbar die Neigung zum Konfabulieren.

    • April 4, 2010 3:48 pm

      man sollte so wie so sämtliche Erziehungsratgeber verbieten. Da steht zu 99,9% Mist drin! Und wenn dann noch solche Herren zu Wort kommen, dann liegt das Kind schon komplett im Brunnen!

  3. April 5, 2010 6:44 pm

    Hat jemand die Adresse von dem Herrn? Ich würde ihm gern persönlich eine scheuern.
    In dem Moment, wo ein Kind eine Klassenarbeit verhunzt, ist es kein tolles Kind mehr?
    Oh! Vielleicht sollte ich den Herrn lieber fragen, wo seine Eltern wohnen, und denen eine schallern! Was müssen Herrn Bergmanns Eltern mit seiner Psyche angestellt haben, dass er als Erwachsener einen solch kinderverachtenden Schmonzes von sich gibt?!
    Das ist Erkenntnisresistenz erster Güte.

  4. Mai 13, 2010 5:23 pm

    liebe Leute

    warum müsst ihr derart herrisch und apodiktisch zu Dingen urteilen, in denen ihr euch gar nicht richtig auskennt. Es stimmt, für die sog. ADHS – eine sehr ungenaue Symptombeschreibung – gibt es auch somatische Ursachen, dass sie aber „im wesentlichen“ eine neurobiologische Störung sind, ist schlicht falsch, Paul Barkley, wohl der führende und ganz und gar undogmatische amerikanische Psychiater und Forscher hat dies bereits in den 90er jahren des letzten Jahrhunderts klar angemerkt, die Studie, auf die ihr euch beruft, stammt ebenfalls aus diesem Jahrzehnt und wurde still und heimlich wieder zurückgenommen.

    Aber das Phänomen ist komplex, die Not groß, dass ausschließlich Bindungsstörungen ADHS hervorrufen, könnte aus den hier genannten Zitaten von mir abgelesen werden, nein, das ist in dieser Ausschließlichkeit auch nicht richtig. Aber es ist so,dass für die seelische Entwicklung hin zum hyperkinetischen Syndrom Bindungsstörungen immer prägend und bestimmend mit im Spiel sind, immer kann und muss deshalb Betreuung und Therapie dort ansetzen, immer ist eine Medikation alein oder vorwiegend ein Kunstfehler.

    Bitte nicht so rumpolemisieren, sondern die Kinder und ihr Leid (denn darum handelt es sich) ernst nehmen, und die Bemühungen anderer menschen, die diesen Kindern und Familien helfen wolen und oft auch können, ebenso

    Wolfgang Bergmann

    wer es gründlich nachlesen möchte bitte in
    – Hyperaktivität. hrsg von Prof S. Ahrbeck. Kohlhammer 2008
    – Kleine Jungen – große Not. Patmos hardcover 2006. TB bei Beltz 2009
    – ADHS und Schule – ein Elternratgeber. Beltz 2010

  5. Mai 13, 2010 5:30 pm

    so, nun hab ich die anderen Kommentare auch noch gelesen, ich fass es nicht. Nirgend steht,d ass ein Kind, das eine Klassenareit verhaut, kein toles Kind ist – ich wende mich ausdrücklich gegen diese Angst, die in einer Leistungsgesellschaft um sich greift. Nirgend steht, dass man die Bibel als ratgeber benutzen kann, dort steht das Gegenteil. Ihr Lieben, ihr lest nicht, ihr versteht nicht, wollt aber „eine scheuern“ – was treibt euch da, woher kommt diese dumme Wut? Wolfgang Bergmann

  6. Mai 17, 2010 10:53 am

    Oh, Herr Bergmann persönlich!

    Sie gehören also auch zu denen, wie Hüther auch, die die Forschung der gesamten letzten Jahre, die sehr wohl auf eine Hirnstoffwechselstörung hin deutet, missachtet.

    Herr Bergmann, ich bezweifle stark, dass Sie irgendjemandem helfen können, mit der Bibel schon erst recht nicht. Im Bezug auf ADHS haben sie entweder keine Ahnung, oder missachten die Forschung konsequent, weil sie geschäftsschädigend ist.

    Die Umwelt kann die Symptomatik eines ADHS verschärfen, aber nicht hervorrufen. Hören sie auf Eltern ein schlechtes Gewissen zu machen.

    • wolfgang bergmann permalink
      Juni 30, 2010 6:23 pm

      lieber Herr

      wie Hüther und Bauer und andere weiß ich, dass das, was Sie für die neueste Forschung halten, eine überzogene Interpretation einer neurobiologischen Studie Anfang der 90er nach meiner Erinnerung war, die wegen ihrer Schichtheit natürlich sofort aufgenommen wird – und offensichtlich auch nicht wiedeer in Vergessenheit gerät.

      Da Sie weder meine praktischen noch theoretischen Arbeit kennen – letztere eher in wissenschaftlichen Sammelbänden als Aufsätze zu finden – ist die Unterstellung, ich mißachte Forschung auf Kosten der Kinder in der Tat geschäftsschädigend (was nun meine letzte Sorge ist), ich brauche keine Irrütmer aus Geschäftsinterese – wieso schreibe ich eigentlich? aber es ist seltsam: schon wieder diese totale Ahnungslosigkeit, die sich als Wissen ausplustert und zur Begründung zur Verleumdung shreitet. Tja, ich hab vor 15 Jahren oder so mal ein buch geschrieben,das hieß „Abschied vom Gewissen“, ob wir damit an des Pudels Kern herankommen.

      Ach die Bennennung „verschärfen“ ist falsch, sie wird von wichtigen Kinderpsychiatern heute – anders als vielleicht vor einem jahrzehnt – auch nicht mehr verwendet, dort wird auch differenzierter argumentiert – und wenn ich sage, die sog. ADHS hat wesentlich biographische Anteile, wieso machen ich Elern ein schlechtes Gewissen. Sag ich etwa, sie seien schuld?

      Ach, um Gottes willen, und wo – das bezieht sich nicht auf Sie – habe ich denn jemals gesagt, dass man mit deer Bibel die ADS heilen kann. Nie, kein Wort. Kann einem abeer glatt unterstellt weerden, auf das Nicht-Nachdenken der Leser kann sich ein Schreiber immer verlassen.

      Sag ich nicht, wenn ich auch – verkürzt, stark verkürzt – auf ein problematisches, die Verhaltensschwierigkeiten beschleunigendes Elternverhalten hingewiesen habe – dass dies die ganze Erklärung sein, tja, wer kommt denn auf sowas?? Auf solche Mißverständnisse war ich nicht vorbereitet.

      und nun noch, weil ich sauer bin, folgende Empfehlung: hin und wieder ein Büchlein lesen, statt alles vorher und besser zu wissen, macht erst richtig kompetent.

  7. Juli 2, 2010 10:34 am

    Eben Herr Bergmann, lesen bildet!

    Aus diesem Grund empfehle ich ihnen mal wenigstens zum Einstieg folgendes kleines PDF

    http://www.hyperaktiv.de/forschung/neurobiologie.pdf

    was Sie für die neueste Forschung halten, eine überzogene Interpretation einer neurobiologischen Studie Anfang der 90er nach meiner Erinnerung war

    Übrigens Google hilft auch (ADHS + SPECT) was sie hier so als überzogene Interpretation darstellen ts….

  8. ADHSler permalink
    Juli 2, 2010 11:32 am

    Hallo Herr Bergmann,

    ich empfehle ihnen folgende Literatur, damit sie ihre Wissens- und Bildungslücke der letzten 20 Jahre schließen können:

    http://www.amazon.de/ADHS-Erwachsenenalter-Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivit%C3%A4tsst%C3%B6rung-Erwachsenen/dp/3794525337

    http://www.amazon.de/Medikamente-einsetzen-umfassend-begleiten-planvoll/dp/3332013475/ref=sr_1_5?ie=UTF8&s=books&qid=1278070220&sr=1-5

    http://www.amazon.de/ADHS-bei-Kindern-Jugendlichen-Erwachsenen/dp/3170208071/ref=sr_1_8?ie=UTF8&s=books&qid=1278070272&sr=1-8

    Ich bin etwas entsetzt dass jemand der Kinder therapiert auf einem so veralteten Wissensstand ist wie sie!

  9. nadja permalink
    November 20, 2010 10:37 pm

    Wenn der Schreiber des Artikels die Gesamtaussage der Bibel verstanden hätte, dann würde er nicht solche Bibelstellen zitieren.
    Die Aussage der Bibel ist ganz klar, dass Gott die Menschen liebt. Jesus hat das auch getan.
    „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“
    Ich denke der Schreiber des Artikels wird mir zustimmen, wenn ich sage, wir sollten unsere Kinder mit Liebe erziehen.

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