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Studie zu Methylphenidat

März 29, 2010

Kinder mit ADHS von 8 bis 12 Jahren gesucht! Wie wirkt Methylphenidat im Gehirn?

Liebe Eltern und liebe Kinder,

für eine Studie der Freien Universität Berlin, Fachbereich Klinische Psychologie (Prof. Dr. B. Renneberg) suchen wir derzeit Kinder mit ADHS im Alter von 8 bis 12 Jahren, die in der nächsten Zeit auf Methylphenidat (z.B. Ritalin, Medikinet etc.) eingestellt werden sollen.

Die Studie untersucht Beeinträchtigungen des emotionalen Erlebens und der Motivation bei Kindern mit ADHS und die Frage, inwiefern diese durch Methylphenidat beeinflusst werden können. Diese Prozesse werden mittels neuester magnetresonanztomographischer Technik (MRT; ohne gesundheitliche Risiken!) sichtbar gemacht. Die Untersuchung ermöglicht die bildliche Darstellung funktioneller Zentren des Gehirns.

Die Kinder werden gebeten, im MRT-Gerät für 10 Minuten ein Spiel zu spielen, bei welchem sie Punkte gewinnen können, die dann in Spielegutscheine (Spielemax, a` €10,00) getauscht werden. Zwei MRT-Termine finden im Abstand von 4 Wochen statt, einmal ohne Medikament und ein zweites Mal, nachdem der Patient auf seine klinisch relevante Dosis eingestellt wurde.

Gesucht werden

  • Kinder mit ADHS im Alter von 8 bis 12 Jahren
  • Die erstmalig Methylphenidat bekommen sollen

Ausschlusskriterien

  • Chronische körperliche Erkrankungen
  • Aktuelle oder frühere Medikation

Ablauf: 3 Termine (jeweils ca. 1,5h; gerne auch in den Schulferien)
1.   Testpsychologie (IQ-Test; Interview mit einem Elternteil und dem Kind
selbst)
2.   MRT 1 (samstags o. sonntags)
3.   MRT 2 (samstags o. sonntags)

Die Ergebnisse der Studie dienen dem besseren Verständnis und der Entwicklung einer zukünftig verbesserten Behandlung von PatientInnen mit ADHS. Die Ergebnisse der psychologischen Diagnostik können auf Wunsch in einem persönlichen Gespräch mit der Studienpsychologin rückgemeldet werden. Die erhobenen Bilder des Gehirns geben wir Ihnen gerne auf CD mit, sofern Sie dies wünschen. Der Datenschutz wird entsprechend den gesetzlichen Vorgaben strikt eingehalten.

Bei Interesse melden Sie sich bitte bei Dipl.-Psych. Viola Jucksch violajucksch@gmx.net.

Mit freundlichen Grüßen

Dipl.-Psych. Viola Jucksch

Hier gefunden

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2 Kommentare leave one →
  1. K. D permalink
    Januar 6, 2012 1:54 am

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich kann ihnen gerne meine Eindrücke und erfahrungen Schildern. Mir gab man das Zeugs (Ritalin) als ich 9 Jahre alt war für einen Zeitraum von 4 Jahren. Damals hatte ich jeden Tag diese verdammten Bauchschmerzen und verlor stark an Gewicht. Als es dann für einen Sommer lang abgesetzt wurde, hatte ich meinen Appetit wieder und wurde übergewichtig. Nachdem die Schule wieder begann, gab man mir das Teufelszeugs wieder und ich verlor erneut mein Gewicht und mein Appetit. Heute bin ich 20 Jahre, kleingewachsen (1,63m als „Mann“), untergewichtig und so gut wie impotent. Meine Testosteronwerte wurden vor einem Jahr getestet. Diese liegen bei 124ng/dl und das mit 19 Jahren.
    Es ist, als ob man aus mir einen Zombie gemacht hättet. Meistens liege ich im Bett und schlafe, da ich vor Erschöpfung fast sterbe. Es fühlt sich alles so leer an. Grundbedürfnisse wie Appetit, Durst, sexuelles Verlangen oder das Bedürfnis, mich mit Leuten zu umgeben verspüre ich so gut wie gar nicht. Meistens sitze ich vor meinem Rechner und gehe meinem Hobby dem Programmieren nach. Dabei schlafe ich des öfteren vor Erschöpfung ein. Grund dafür ist, das ich lange Zeit nichts getrunken oder gegessen habe, aufgrund meines mangelnden Bedürfnisses nach Nahrung. Nein ich bin nicht magersüchtig, ich verspüre lediglich nicht den Appetit, wie es ein normaler Mensch tun sollte.

    Während der Zeit in der ich mit der Einnahme von Ritalin begann, bildeten sich bei mir Allergien. Heute bin ich gegen fast alle Gräser (Pollen, Heu…) und Tiere (Meerschweinchen, Kaninchen, Katzen etc..) allergisch. Zur Information, ich bin als Kleinkind mit einer Katze aufgewachsen. Bis vor einem Jahr hatte ich auch den ständigen Tick, mir meine Daumen blutig zu kratzen. Dies begann ebenfalls zu der Zeit, als mir Ritalin zum ersten Mal verschrieben wurde. Außerdem bin ich extrem vergesslich, es grenzt schon fast an Demenz. Seit dem Absetzen des Medikaments kann ich mir Dinge nur noch schwer merken. Außerdem ist meine Motorik eine einzige Katastrophe. Seltsamerweise traten alle oben genannten Probleme, die mich schon mein ganzes Leben beschäftigten zur selben Zeit auf. In der Zeit in der ich Ritalin verschrieben bekam. Zufall? Erst allmählich, nachdem ich angefangen habe zu recherchieren und die Nebenwirkungen und möglichen Folgeschäden etc… durchzulesen, war es, als würde mein gesamtes Leben auf einer Liste von Nebenwirkungen und deren eventuelle Langzeitfolgen stehen.

    Fazit: Ich bin ein Wrack und die Tatsache, das meine Pflegeeltern (ja ich wurde adoptiert) mir als Kind Drogen verschrieben haben und meine Lebensqualität dadurch so sehr eingeschränkt wurde, dass ich ständig von Angstattacken heimgesucht und unter ständiger Anspannung stehe (begann ebenfalls mit der Einnahme von Ritalin) und ich meines Lebens nie mehr richtig glücklich werden kann, das alles verdanke ich Leuten wie euch. Ich habe gelernt, mich damit abzufinden und mein Dasein als von der Pharmaindustrie geschädigtes Objekt hinzunehmen, auch wenn ich des öfteren Selbstmordgedanken habe.
    Lange Rede kurzer Sinn, wen interessiert schon das Schicksal eines einzelnen Opfers, Hauptsache die Wirtschaft funktioniert und die Pharmaindustrie macht ihr Geld. Ihr definiert eine Krankheit (ADHS), deren Symptome auf mehr als die Hälfte aller Kinder zutrifft, nur um diese dann mit Drogen vollzupumpen und euren eigenen Profit daraus zu schlagen und zu sehen, welche Vollidioten von „Eltern“ darauf reinfallen?

    Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen
    Mr. Anonymous

    P.S: Meine Pflegeeltern sind für mich Geschichte. Mit denen will ich nichts mehr zu tun haben, genauso wenig wie mit euch Ärzten und Psychiater.

    Drogenstudie an Kindern? Scheiß drauf! Jesus ist für solche Sünden gestorben.

  2. Januar 8, 2012 3:30 pm

    Ich bin weder Arzt noch Psychiater, ich bin selbst betroffene ADHSlerin und meine beiden Söhne sind ebenfalls betroffen.

    Was Du darüber schreibst, wie Du die Medikation empfunden hast, kann und will ich nicht beurteilen, ob all das was Du als unerwünschte Wirkung bei Dir beschreibst auch wirklich vom Methylphenidat verursacht sein kann, weiß ich auch nicht. Was die Körpergröße betrifft, weiß man heute allerdings, das ADHSler auch ohne Medikation in der Regel später wachsen, als nicht ADHSler, im Endeffekt aber genau so groß sind wie der „Durchschnittsmensch“ auch mit Medikation.

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